Lüdi & Müntener Architektur

Kurhaus im Chräg

Kurhaus im Chräg
Studienauftrag 2021, 1. Preis

Ein bestehendes Ensemble wird mit einem neuen dreistöckigen Hauptgebäude ergänzt. In der Ausformulierung orientiert sich dieser Ersatzneubau an einem typischen Appenzeller Kreuzfirsthaus mit einem traufständigen Anbau auf beiden Seiten des giebelständigen Mittelteils. Auf jeder Seite springt jeweils ein Flügelanbau zurück. Der daraus entstehende Versprung bricht die Länge auf eine ortsbaulich typische Körnung, bildet den repräsentativen Eingang zum Werkplatz aus und zoniert die Aussenräume entsprechend ihrer unterschiedlichen Nutzung. Das Hauptgebäude wird durch ein Nebengebäude mit integrierter Tiefgarageneinfahrt ergänzt.

Der zentrale Werkplatz bildet das Herz des neuen Ensembles. An ihm sind der Haupteingang zum geplanten Kurhaus-Neubau, der Eingang zum als Gartenpavillon umgenutzten Waschhaus, ein Trinkbrunnen und die grossen öffenbare Tore des Nebengebäudes angeordnet.

Die Eingangshalle ist – wie es die äussere Erscheinung des Kreuzfirsthauses verspricht – durchgesteckt. Sie verbindet die unabhängig voneinander nutzbaren Gastronomie- und Behandlungsbereiche. Die 26 Kurzimmer befinden sich in den beiden Gebäudeflügeln des Obergeschosses und des Dachgeschosses.

Der Gemeinschaftsraum mit eingezogener Loggia an der sonnigen Südostseite wird durch eine Sitznische mit Aussicht auf Urnäsch an der Nordwestseite ergänzt. Dadurch stossen die öffentlich und gemeinschaftlich genutzten Bereiche des Zimmergeschosses beidseitig an die Fassade des Quergiebels und geben diesem ursprünglich dem Wohnen vorenthaltenen zentralen Teil des Kreuzfirsthauses eine entsprechende Bedeutung im Kurhaus-Grundriss und eine Legitimation für die äussere Erscheinung.

Bauherrschaft: privat

Situation, Kurhaus Im Chräg, 1. Preis

Situation, Kurhaus Im Chräg, 1. Preis

Kurhaus Im Chräg, 1. Preis

Kurhaus Im Chräg, 1. Preis

Ensemble, Kurhaus Im Chräg, 1. Preis

Loggia, Kurhaus Im Chräg, 1. Preis

Loggia, Kurhaus Im Chräg, 1. Preis